Ein Seilsicherungssystem für mehr Sicherheit auf dem Dach

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Gebäudedächer sind mehr als nur ein Schutz vor Wettereinflüssen wie Regen und Schnee. Sie dienen häufig auch als zusätzliche verfügbare Nutzungsfläche, um zum Beispiel technische Anlagen, Solar- und Photovoltaikpanels und Grünflächen unterzubringen. Vor allem ein Flachdach eignet sich für die Platzierung von Kühlungssystemen, Energiespeichern oder auch zur Einplanung von natürlichen Lichtquellen.

Das Dach mit den dort untergebrachten Anlagen muss regelmäßig von Arbeitern für Wartung, Inspektion und Reparaturen betreten werden. Diese Arbeiter müssen vor Abstürzen vom Dach gesichert werden. Neben dem der Dachkante als Gefahrenquelle für Abstürze, stellen vor allem nicht-tragfähige Bauteile, wie Lichtschächte und Lichtkuppeln/-platten, eine hohe Unfallgefahr dar. Diese Gefahr muss nach dem Arbeitsschutzgesetz durch geeignete Absturzsicherung vermindert werden. Häufig werden Maßnahmen für den Kollektivschutz wie Geländer oder Brüstungen eingesetzt. Ein Seilsicherungssystem ist vor allem dann in Betracht zu ziehen, wenn das Dach nicht für den allgemeinen Publikumsverkehr zugelassen ist oder aus anderen Gründen die Montage von Geländern bzw. Brüstungen nicht eingeplant werden sollen.

Rückhalten oder Auffangen? Verschiedene Formen der Sicherung durch Seil möglich

Durch ein entsprechend eingesetztes Seilsicherungssystem können Personen vor einem Absturz gesichert werden. Hierfür können Höhenarbeiter ein Rückhaltesystem oder ein Auffangsystem einsetzen. Die Anschlagpunkte, welche das Seil (Verbindungsmittel) der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) am Gebäude befestigen, werden dabei entweder fest am Dach installiert oder vorübergehend angebracht. Der Arbeitnehmer trägt zur Sicherung eine Persönliche Schutzausrüstung, die über ein Verbindungsmittel mit der Anschlageinrichtung verbunden ist. Rückhaltesysteme lassen eine Bewegung auf dem Dach nur bis zur Absturzkante zu, indem das Seil die entsprechende Maximallänge zwischen Kante und Anschlagpunkt hat. Bei einem Seilsicherungssystem mit Auffanggurt ist eine Bewegung über die Absturzkante hinaus möglich, der Aufprall auf den Boden wird aber verhindert.

Individuelle Befestigung der Anschlagpunkte

Bei der Nutzung und Einrichtung von einem Seilsystem zur Absturzsicherung ist die Klasse C der DIN EN 795:2012 „Persönliche Absturzschutzausrüstung – Anschlageinrichtungen“ zu beachten. Wichtig bei der Planung ist:

  • die optimale Konstruktion und Platzierung der Anschlagpunkte des Seilsicherungssystems: Bei der Bemessung für ein Rückhaltesystem muss beachtet werden, dass das Seil ab Anschlagpunkt nicht länger ist als die Strecke bis zur Absturzkante. Ebenso dürfen die Anschlagpunkte nicht tiefer sitzen als der Bewegungsbereich des Nutzers.
  • die Befestigung des Seils: Das Verbindungsmittel kann entweder an einzelnen Anschlagpunkten befestigt werden oder durch eine bewegliche Konstruktion, wie zum Beispiel entlang einer Schiene oder am Stahlseil, mitgeführt werden. Dies hat den Vorteil, dass eine ausgeprägte Bewegungsfreiheit gewährleistet ist.

Für die Entscheidung, ob einzelne Anschlagpunkte oder eine überfahrbare Führung eingesetzt werden sollen, muss vor allem bedacht werden, dass sich der Nutzer bei festen Anschlagpunkten immer wieder neu aus- und einklinken muss. Bei einer beweglichen Führung der Seilsicherung ist dagegen eine unterbrechungsfreie Arbeit über einem größeren Bewegungsbereich möglich. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Einsatz von entsprechenden Systemteilen ein freies Überfahren von Befestigungspunkten und Ecken ermöglicht.

Folgende Bedingungen sollten vor der Montage vom Seilsicherungssystem zusätzlich geprüft werden, wenn ein Auffangsystemen zum Einsatz kommen soll:

  • Die Kante muss mindestens 90 Grad betragen
  • Es sollte die Beanspruchung beim Überschreiten der Absturzkante aushalten können
  • Weiterhin ist zu entscheiden, ob ein mitlaufendes Auffanggerät zum Einsatz kommen soll

Die Vorteile des amh Seilsicherungssystems

Das Seilsicherungssystem von amh vereint die vorgeschriebenen Anforderungen mit den Erfahrungsvorteilen an ein Seilsicherungssystem. Bei dem von uns genutzten beweglichen Führungssystem werden Rollengleiter auf Edelstahlseilen eingesetzt. Dadurch ist ein störungsfreies Gleiten auch über Zwischenanker und Eckstützen möglich. Die Arbeitsunterbrechung durch das Ein- und Aushaken der Seilsicherung an den verschiedenen Anschlagpunkten entfällt und der Nutzer kann sich auf seine Tätigkeit konzentrieren. Mit dem Seilsicherungssystem von amh ist das Arbeiten über Kopf (unser Seilsystem besitzt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung und das Über-Kopf-System ist DIN-zertifiziert), das Übersteigen von Dachfirsten und der Einsatz auf einem Flachdach mit einer Steigung von +/-15 Grad problemlos möglich.

Mit dem Seilsystem von amh können des Weiteren Spannweiten von bis zu 7,5 Metern erreicht werden. Das Seilsicherungssystem ist ferner für die Nutzung von bis zu sechs Personen geeignet. Neben Tätigkeiten auf dem Dach lässt das Sicherungssystem mit einem entsprechenden Auffangsystem auch die horizontale Arbeit an Fassaden zu.

Neugierig geworden? Jetzt über Seilsicherungssysteme informieren

Zusätzlich erhalten Sie bei amh alle notwendigen Arbeiten aus einer Hand: Wir planen gemeinsam mit Ihnen das für Ihren Bedarf optimale Seilsicherungssystem und führen die Montage sowie die fortlaufenden Wartungen durch. Sie erhalten ebenfalls die Zertifizierung und Prüfung der Seilsicherungsanlage. Sprechen Sie uns gerne über die Möglichkeiten an, welche die Produkte zur Absturzsicherung bieten. Wir planen gemeinsam mit Ihnen die individuelle Umsetzung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter +49 (30) 93 95 36-0 oder nutzen Sie unser Kontaktformular für eine unverbindliche Anfrage!

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